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Neues vom DYP - Highlights 2005
 
Dezember 2005
 

Unsere Weihnachtsaktion hat gut geklappt. Alle angekündigten Sachspenden trafen noch rechtzeitig ein. Die Pakete kamen aus der Schweiz, Holland und Deutschland. Aus Trier erhielten wir selbstgebackene Weihnachtsplätzchen.

Wir hatten wieder 200 Weihnachtstüten, die außer Obst, Nüssen und Bonbons auch kleine Geschenke enthielten. Auf dem Etikett der Weihnachtstüten erinnerten wir an DYP Vorstandsmitglied Steve Robideau, der am 1. September 2005 verstorben ist.

Wir mussten Hunderte von Kilometern zurücklegen, um alles zu verteilen, aber das Wetter war uns gnädig. Wir hatten strahlenden Sonnenschein und +15 Grad Celsius.

Die Kinder haben sich gefreut, wie man auf den folgenden Fotos sehen kann.

Allen, die mitgeholfen haben diese Weihnachtsaktion möglich zu machen, nochmals ein herzliches Dankeschön!

 

Alles fertig zum Verteilen: Weihnachtstüten, Geschenke, Bären aus Deutschland und Wölfe aus der Schweiz

 

 

Trevor posiert sehr brav mit seiner Tüte

"Ist ihre Tüte größer als meine?"

 

Die jüngsten Tüten-Empfänger

Und diese drei hatten ganz offensichtlich Spaß mit den Tüten und ihrem Inhalt

 
November 2005
Der diesjährige Sommer wurde leider von einem tragischen Ereignis überschattet: Der Tod von Steve Robideau, DYP-Vorstandsmitglied und Bruder von James. Es wurde bisher kein neues Vorstandsmitglied gewählt.
Nach diesem Schock versuchen wir so langsam wieder zu unserer gewohnten Projektarbeit zurückzukehren. Wir werden auch in Kürze wieder ein „Reservatskind des Monats“ vorstellen.
Die Kinder haben den Sommer genutzt, um je nach Neigung und Möglichkeiten das zu machen, was ihnen Spaß macht. Seit Anfang September hat sie allerdings der Schulalltag wieder eingeholt.

DYP „Reservatskind des Monats“ Kyle, hat im Rahmen der Oktober-Tour von Tektit Tours für die Teilnehmer einen Traumfänger-Workshop abgehalten. Alle waren sich einig, dass er das wirklich gut gemacht hat.
 


Kyle leitet den Traumfänger-Workshop

Ende November waren zwei junge Rapper aus dem Pine Ridge Reservat in Deutschland zu Gast: Native Era. Sie wurden von Michael Koch vom Tokata e.V. in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt in Offenbach eingeladen. Das DYP gab „Starthilfe“, indem es z. B. bei der Beantragung der Pässe half. James Robideau, der schon mehrmals auf Vortragsreise in Europa war, gab den beiden wertvolle Tipps für ihre erste Reise ins ferne Deutschland.


Billy und Hope vor dem Abflug nach Deutschland

 

CD der Band ist über diesen Link erhältlich.

 
Juni 2005

Unser zuletzt vorgestelltes “Reservatskind des Monats”, Kyle, hat einiges an Unterstützung aus Europa und den USA erhalten. Auch für ihn hat sich ein Sponsor gefunden, der ihn monatlich unterstützen will.
Wir freuen uns sehr über das positive Echo unserer “Hilfe für Reservatskinder-Aktion und werden diese selbstverständlich fortführen.
Allerdings haben vor ca. einem Monat in den USA die Sommerferien begonnen. Die Schulen sind bis Anfang September geschlossen. Viele Leute im Reservat nutzen diese Möglichkeit um Verwandtenbesuche zu machen oder sind Besucher/Teilnehmer von kulturellen Veranstaltungen, wie Powwows, oder religiösen Zeremonien, wie dem Sonnentanz.
Es ist schon außerhalb der Sommerferien schwierig, Kinder und Familien im Reservat zu besuchen. Die meisten Familien haben kein Telefon und man kann nur auf gut Glück eine oft stundenlange Fahrt auf sich nehmen um dann festzustellen, dass doch niemand zu Hause ist. Bedingt durch die Sommerferien ist es nun fast unmöglich geworden, jemanden zu Hause anzutreffen.
Das DYP hat sich daher entschlossen, bis zum Schulbeginn eine Sommerpause zu machen. Anfang September werden wir uns mit einem neuen “Reservatskind des Monats” zurückmelden.
Wir wünschen allen Freunden und Unterstützern des DYP einen tollen Sommer!
   
Mai 2005  
Im April erheilt das Dakota Youth Project Besuch von der Unterstützergruppe aus Boston. Shep Gurwitz, sein Bruder Irving sowie zwei Freunde aus Holland, Frits Terpstra von der Lew Gurwitz Memorial Foundation und sein Sohn Rogier, kamen mit einem großen Van voller Kleidung und Lebensmittel für Familien im Pine Ridge Reservat.

Irving arbeitet für einen Autohändler und konnte seinen Arbeitgeber dafür gewinnen, dass er unentgeltlich einen Van zur Verfügung stellte um die Sachspenden nach Süd Dakota zu bringen.


Kleidung und Lebensmittel für Familien im Pine Ridge Reservat
Das DYP und die Familien, die Kleidung und Lebensmittel erhielten, wissen es wirklich zu schätzen welche Mühen alle an dieser Aktion Beteiligten auf sich genommen haben um diese Sachspenden zusammenzutragen, zu sortieren, einzuladen und auszuladen. Nicht zu vergessen die tagelange Fahrt von Boston ins Pine Ridge Reservat und zurück. Vielen Dank!


Eine Lakota Familie erhält Lebensmittelspenden

   
   
April 2005  
   

Auch unser "Reservatskind des Monats", Byron, hat viel Unterstützung bekommen. Dank von Geldspenden aus Deutschland und Österreich konnte das DYP ihm den gewünschten tragbaren CD-Player kaufen und auch einiges an Kleidung. Darüber hinaus hat sich eine Sponsorin aus Deutschland gefunden, die den Jungen regelmäßig unterstützen will.

   
Maya hat auch weiterhin Kleidung aus Deutschland geschickt bekommen. Außerdem hat sich auch für sie eine deutsche Sponsorin gefunden, die das Mädchen regelmäßig unterstützen wird.
   
   
   
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Lew Gurwitz Memorial Foundation

Die Lew Gurwitz Memorial Foundation wurde 1994 in den Niederlanden gegründet und ist eine gemeinnützige, eingetragene, nichtstaatliche Organisation, die früher als die "Leonard Peltier Foundation" bekannt war. Die Organisation wurde nach einem der bekanntesten Verteidiger indianischen Rechtes benannt.

1992 erwirkten wir gemeinsam mit Lew Gurwitz, dass das Europäische Parlament in Brüssel die erste Resolution im Zusammenhang mit Leonard Peltier verabschiedete in der darum ersucht wurde den Urteilsspruch zu revidieren und eine Begnadigung vorzunehmen.

Ein anderer Fall war der der Haudenosaunee gegen. die holländische Regierung hinsichtlich des Rechtes, mit einem Haudenosaunee (Six Nations) Pass zu einzureisen.
Obwohl viele Mitglieder der Six Nations jahrelang mit diesen Pässen ein- und ausgereist waren, entschied die holländische Regierung im Jahr 1992, dass diese Pässe nicht mehr als gültige Reisedokumente anerkannt werden.
Gestärkt durch den unerschütterlichen Enthusiasmus und professionellen Rat von Lew Gurwitz entschieden wir uns damals zusammen mit einem holländischen Rechtsanwalt und zwei Mitgliedern der Mohawk Nation die Entscheidung der holländischen Regierung beim Regierungsrat anzufechten.
Wir fanden einen großartigen Rechtsanwalt, und wir gewannen. Die Leute der Six Nation reisen nach wie vor mit ihren Haudenosaunee Pässen.

Dies sind nur zwei Fälle von vielen, an denen wir gearbeitet haben. Lew war immer da, wenn wir ihn brauchten. Er war es, der die Leonard Peltier Resolution in die Wege leitete. Er zeigte uns, wie man das Europäische Parlament beeinflusst und wie man mit Politikern arbeitet. Bei der Haudenosaunee Passangelegenheit gab er wertvollen Rat. Aber er stellt sich niemals in den Vordergrund. Er arbeitete immer hinter den Kulissen und hielt das Feuer am brennen.

Im August 1994 ist Lew in die Geisterwelt eingegangen. Mit seinem Tod verloren die Native Americans nicht nur einen engagierten und motivierten Rechtsanwalt, sondern auch einen Freund und Kampfgefährten, der sein Leben der Aufgabe gewidmet hatte, Ungerechtigkeit an allen Fronten zu bekämpfen und sich für Respekt für "Mutter Erde" und den Naturschutz einsetzte.

Um seine Arbeit und Inspiration zu ehren nannten wir unsere in Holland ansässige Organisation "Lew
Gurwitz Memorial Foundation".
Zusammen mit Lews Brüdern Shep, Irving und Bruce werden wir versuchen die Arbeit in seinem Geiste
fortzusetzen.

Jedes Jahr im November organisiert die Lew Gurwitz Memorial Foundation eine Benefiz-Veranstaltung.
Ein Teil der Einnahmen geht an das Leonard Peltier Defense Committee (LPDC) und ein anderes Projekt erhält einen weiteren Teil der Einnahmen. Im Jahr 2005 wurde das Dakota Youth Project in Süd Dakota unterstützt.
Neben Geldspenden unterstützten wir finanziell die von Shep Gurwitz organisierte Aktion, bei der Lebensmittel und Kleidung von Boston ins Pine Ridge Reservat gebracht wurden.

Frits F. Terpstra
Vorsitzender
Lew Gurwitz Memorial Foundation - Niederlande